Winzerbetriebe benötigen Perspektive und umfassende Entlastung

+++ Pressemitteilung der AfD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz +++

Jürgen Klein (AfD-Fraktion): 15 Prozent Absatzverlust in drei Jahren offenbart: Winzerbetriebe benötigen Perspektive und umfassende Entlastung

Wie die Antwort des rheinland-pfälzischen Weinbauministeriums auf eine Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Jürgen Klein (Drs. 19/189) ergab, sind die qualitätsgeprüften Weinmengen in Rheinland-Pfalz (als Näherungswert für den Absatz) innerhalb von drei Jahren von 5,14 Mio. hl (2022) auf 4,34 Mio. hl (2025) gefallen. Das entspricht einem Rückgang von rund 15,5 %.
Ferner wurde deutlich, dass die durchschnittlichen Fassweinpreise massiv eingebrochen sind: konkret von 0,95 €/l im Jahre 2021 auf 0,75 €/l 2025, was einen Preisverfall von rund 21 % bedeutet.

Die Antwort der Landesregierung spiegelt somit die besorgniserregende Lage im Weinbau wider: Schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen, zu hohe Kosten sowie ein abnehmender Weinkonsum sind zunehmend existenzbedrohend. Dementsprechend räumt das Weinbauministerium auch ein, dass viele kleine und mittelständische Betriebe aufgeben werden müssen.

Dennoch gibt es in Rheinland-Pfalz für Weinbaubetriebe keine speziellen Förderprogramme für Vermarktung und Export – und das obwohl etwa 90 % der deutschen Weinexporte aus rheinland-pfälzischen Anbaugebieten stammen und in wichtigen Exportmärkten teilweise deutliche Rückgänge zu verzeichnen sind, etwa in den USA, den Niederlanden und Großbritannien.

Hierzu macht Jürgen Klein, Sprecher der AfD-Fraktion Rheinland-Pfalz für die Bereiche Landwirtschaft und Weinbau, deutlich: „Während immer mehr Winzerbetriebe bis zur Betriebsaufgabe wirtschaftlich unter Druck geraten, plant die neue Landesregierung, die Krise unter anderem mit einer Werbekampagne zu begleiten. Das ist völlig unzureichend!“

Klein zeigt auf: „Der Weinbau in Rheinland-Pfalz benötigt eine Perspektive, umfassende Entlastung und deutlich verbesserte wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Deswegen fordert die AfD-Fraktion auf Bundesebene eine spürbare Senkung der Energie- und Produktionskosten, etwa durch den Wiedereinstieg in die Kernenergie, die Einführung eines steuerfreien Agrardiesels und Sonderregeln beim Mindestlohn für Saisonarbeitskräfte.“

Klein weiter: „In Rheinland-Pfalz setzen wir uns für den konsequenten Abbau von Bürokratie und schnellere Genehmigungsverfahren, die spürbare Erhöhung der Hofübernahmeprämie für Jungwinzer sowie die Stärkung der regionalen Direktvermarktung durch eine Erweiterung des Straußenrechts auf 180 Tage im Jahr ein.“

Klein abschließend: „Auch die Weinwirtschaft ist auf strukturelle Reformen, wie von der AfD-Fraktion aufgezeigt, angewiesen. Ein Klein-Klein von Legislaturperiode zu Legislaturperiode bringt unsere Winzer nicht weiter.“

Jürgen Klein ist weinbaupolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz.

Foto Jürgen Klein:: http://www.afd-rlp-fraktion.de/die-fraktion (Quelle: AfD-Fraktion RLP)

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